Radio wurde oft totgesagt und läuft trotzdem in Millionen Küchen, Werkstätten und Badezimmern. Es braucht keine Playlist, keine Entscheidung und keine App, sondern nur einen Knopfdruck. Gleichzeitig sind Mikrofone aus der Nische gekommen, weil Podcasts, Videocalls und Streaming aus vielen Menschen Sender gemacht haben. Beide Themen gehören zusammen, denn es geht um Stimmen, Nähe und Verständlichkeit.
Auf der Empfangsseite hat sich viel getan. DAB+ liefert digitalen Empfang ohne Rauschen und mit mehr Sendern als UKW, das in Deutschland schrittweise an Bedeutung verliert. Internetradios öffnen den Zugang zu Tausenden Stationen weltweit und bieten oft zusätzlich Streamingdienste und Podcast-Verzeichnisse. Küchen- und Unterbauradios sparen Stellfläche, Baustellenradios sind stoßfest und akkubetrieben, und Radiowecker verbinden Empfang mit Weckfunktion. Viele Geräte kombinieren DAB+, UKW, Internetradio und Bluetooth in einem Gehäuse.
Bei Mikrofonen entscheidet der Einsatzzweck. USB-Mikrofone lassen sich direkt am Rechner betreiben und sind für Podcasts, Streaming und Homeoffice der einfachste Weg. XLR-Mikrofone brauchen ein Interface, bieten dafür bessere Qualität und mehr Ausbaumöglichkeiten. Kondensatormikrofone nehmen sehr detailliert auf und eignen sich für ruhige Räume, dynamische Mikrofone sind unempfindlicher gegen Raumhall und Nebengeräusche. Die Richtcharakteristik bestimmt, aus welcher Richtung aufgenommen wird, wobei Niere für Sprache am gebräuchlichsten ist. Passendes Zubehör wie Popschutz, Spinne und Stativ macht oft mehr Unterschied als ein teureres Mikrofon.
Preislich sind einfache DAB+ Radios und USB-Einsteigermikrofone sehr erschwinglich, die Mittelklasse bietet spürbar bessere Klang- und Aufnahmequalität, und im oberen Bereich stehen Studiotechnik und hochwertige Netzwerkradios.
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Ein festes gesetzliches Abschaltdatum für UKW gibt es in Deutschland derzeit nicht, anders als etwa in Norwegen oder der Schweiz. Der Ausbau von DAB+ schreitet aber voran, seit Ende 2020 müssen neue Radios mit Display digitalen Empfang unterstützen, und immer mehr Programme laufen ausschließlich digital. Ein Gerät mit DAB+ und UKW ist daher die sichere Wahl für die nächsten Jahre. Wer bereits gut versorgt ist, muss nichts überstürzt ersetzen.
DAB+ empfängt über Antenne und braucht kein Internet, dafür ist die Senderauswahl auf das begrenzt, was in deiner Region ausgestrahlt wird. Internetradio benötigt WLAN, bietet dafür aber Zugriff auf Tausende Sender weltweit sowie oft Podcasts und Streamingdienste. DAB+ ist unabhängig von Netzausfällen und verbraucht keine Datenmenge, Internetradio ist flexibler und regional unbeschränkt. Viele Geräte bieten beides, was in der Praxis die beste Lösung ist.
Ein USB-Mikrofon steckst du direkt an den Rechner und legst ohne weiteres Zubehör los, was für Homeoffice, Videocalls und die ersten Podcast-Folgen völlig ausreicht. XLR-Mikrofone brauchen ein Audiointerface, liefern dafür bessere Wandler, mehr Kontrolle und lassen sich später um weitere Mikrofone erweitern. Wer dauerhaft aufnimmt oder mit mehreren Personen arbeitet, fährt mit XLR langfristig besser. Für den Einstieg ist USB fast immer die vernünftigere Wahl.
Der Hall kommt fast immer aus dem Raum und nicht aus dem Mikrofon, denn kahle Wände, Fenster und harte Böden reflektieren die Stimme zurück. Sprich näher ans Mikrofon, idealerweise mit 10 bis 20 Zentimetern Abstand, denn das verbessert das Verhältnis von Direktschall zu Raumhall sofort. Teppiche, Vorhänge, ein volles Bücherregal oder eine Decke hinter dir dämpfen die Reflexionen spürbar. Ein dynamisches Mikrofon mit Nierencharakteristik verzeiht schwierige Räume deutlich besser als ein empfindliches Kondensatormodell.