Das Betriebssystem ist die Schicht zwischen Hardware und allem, was du tatsächlich tust. Es verwaltet Speicher, Prozesse und Geräte, stellt die Bedienoberfläche bereit und entscheidet mit, welche Programme überhaupt laufen. Meist kommt es fertig mit dem Rechner, aber es gibt gute Gründe, es separat zu betrachten, etwa bei einem Neuaufbau oder wenn ein älteres Gerät weiterleben soll.
Die Optionen sind überschaubar. Windows ist das verbreitetste System für Desktop-Rechner mit der größten Software- und Spieleauswahl, erhältlich in Home- und Pro-Varianten mit Unterschieden bei Verschlüsselung, Netzwerkfunktionen und Virtualisierung. macOS kommt ausschließlich auf Apple-Hardware und ist dort im Kaufpreis enthalten. Linux-Distributionen sind kostenlos, sehr ressourcenschonend und eine hervorragende Möglichkeit, ältere Rechner weiterzunutzen, mit einer inzwischen sehr zugänglichen Bedienung. Server-Betriebssysteme decken spezielle Anwendungsfälle ab.
Bei der Auswahl helfen einige Punkte. Prüfe, ob deine benötigte Software auf dem System läuft, denn das ist meist das entscheidende Kriterium. Bei Windows unterscheidet sich Home von Pro vor allem bei Laufwerksverschlüsselung, Beitritt zu Firmennetzen und Virtualisierung, was privat selten gebraucht wird. Achte bei Lizenzen darauf, ob sie an ein Gerät gebunden oder übertragbar sind, denn OEM-Lizenzen bleiben beim ursprünglichen Rechner. Für ältere Hardware ohne Update-Unterstützung ist Linux oft die beste Rettung.
Preislich sind Linux-Distributionen kostenlos, Windows-Lizenzen liegen im Mittelfeld, und Pro-Versionen sowie Serversysteme bilden das obere Ende.
Vergleiche das Angebot und die Preise und gib deinem Rechner die passende Grundlage.
Die Home-Version deckt praktisch alle privaten Anwendungsfälle vollständig ab, einschließlich Spielen, Office und Medien. Pro ergänzt Laufwerksverschlüsselung mit BitLocker, den Beitritt zu Firmennetzwerken, Remote-Desktop-Zugriff und Virtualisierung mit Hyper-V. Für Homeoffice mit Firmenanbindung oder wenn du virtuelle Maschinen betreiben willst, lohnt Pro. Sonst ist der Aufpreis meist nicht gerechtfertigt.
Das Gerät funktioniert zunächst weiter, wird aber mit jeder neu entdeckten Sicherheitslücke angreifbarer, weil diese nicht mehr geschlossen werden. Für Onlinebanking, Mails und sensible Konten sollte ein solches System nicht mehr genutzt werden. Prüfe, ob ein Upgrade auf eine neuere Version möglich ist. Bei Hardware, die die Anforderungen nicht erfüllt, ist eine Linux-Distribution eine sehr gute und kostenlose Alternative.
Moderne Distributionen mit grafischer Oberfläche sind inzwischen sehr zugänglich, installieren sich in etwa zwanzig Minuten und bringen Browser, Office und Mediaplayer bereits mit. Für Surfen, Mails, Office und Medien ist die Umstellung überraschend unkompliziert. Schwieriger wird es bei spezieller Windows-Software, bei manchen Spielen und bei sehr neuer Hardware mit fehlenden Treibern. Ein Test von einem USB-Stick ohne Installation ist der beste Weg, es unverbindlich auszuprobieren.
Das hängt von der Lizenzart ab, denn eine OEM-Lizenz ist dauerhaft an die Hardware gebunden, mit der sie ausgeliefert wurde, und lässt sich nicht mitnehmen. Retail-Lizenzen, also einzeln gekaufte Versionen, dürfen auf einen anderen Rechner übertragen werden, sofern sie auf dem alten deaktiviert werden. Bei einem Mainboardwechsel erkennt das System oft eine neue Hardware und verlangt eine erneute Aktivierung. Eine Verknüpfung mit einem Onlinekonto erleichtert diesen Vorgang erheblich.