Die Weihnachtskrippe ist für viele Familien der ruhende Punkt der ganzen Weihnachtsdekoration. Während Lichterketten und Baumschmuck jedes Jahr wechseln, bleibt sie oft über Jahrzehnte dieselbe und wird nach und nach um Figuren ergänzt. Der Brauch geht auf das 13. Jahrhundert zurück, und genau diese Beständigkeit macht den Reiz aus, denn eine Krippe erzählt eine Geschichte statt nur zu schmücken. Ob im Fenster, auf der Kommode oder unter dem Baum, sie zieht Blicke auf sich und gibt Kindern etwas zum Anfassen.
Das Angebot lässt sich gut nach Bauart sortieren. Leere Krippenställe aus Holz gibt es vom kleinen Tischmodell bis zur großen Landschaft mit Moos, Stroh und Steinen, sie eignen sich, wenn du Figuren bereits besitzt oder Stück für Stück sammeln willst. Komplettsets aus Stall und Figuren nehmen dir die Auswahl ab und sind der einfachste Einstieg. Einzelne Figurengruppen wie die Heilige Familie, Hirten oder die Heiligen Drei Könige ergänzen eine vorhandene Krippe. Dazu kommen erzgebirgische Arbeiten als beleuchtete Szene oder Pyramide, wetterfeste Modelle aus Edelrost für den Garten und robuste Holzkrippen, mit denen Kinder wirklich spielen dürfen.
Beim Material reicht die Spanne von schlicht bis wertig. Massivholz wirkt warm und altert schön, Gips und Kunstharz erlauben feine Gesichter und Faltenwürfe, Keramik ist glatt und leicht zu reinigen. Figuren mit echten Stoffgewändern haben eine besondere Präsenz, vertragen aber keine Feuchtigkeit. Achte bei Handarbeit auf saubere Bemalung im Gesicht, denn dort entscheidet sich, ob eine Figur lebendig oder starr wirkt.
Preislich findest du für jedes Budget etwas. Kleine Figurensets aus Kunststoff starten bei etwa 7 Euro, größere Sets mit elf oder zwölf Teilen liegen bei rund 30 Euro. Handgefertigte Ställe mit Figuren bewegen sich meist zwischen 160 und 280 Euro, und für beleuchtete Erzgebirgskunst oder große Ankleidefiguren werden 350 bis 650 Euro aufgerufen. Preistreiber sind Handarbeit, Figurengröße, Material und die Zahl der Teile.
Vergleiche jetzt die Angebote vieler Shops auf einen Blick und finde die Krippe, die zu deinem Zuhause, deiner Tradition und deinem Budget passt.
Die Figurengröße wird in Zentimetern angegeben und bezieht sich auf die Höhe einer stehenden erwachsenen Figur, meist 7, 9, 10 oder 12 Zentimeter. Als Faustregel sollte der Stall innen mindestens doppelt so hoch sein wie die größte Figur, sonst wirkt die Szene gedrängt. Wenn du später ergänzen willst, notiere dir Größe und Serie, denn Figuren verschiedener Hersteller passen selten maßstäblich zusammen. Bei Ankleidefiguren mit Stoffgewändern brauchst du zusätzlich etwas mehr Platz in der Breite.
Die alpenländische Darstellung verlegt die Szene in die heimische Bergwelt, mit Holzstall, Schindeldach, Tannen und Figuren in ländlicher Tracht. Orientalische Krippen orientieren sich dagegen am historischen Schauplatz und zeigen Lehmbauten, Palmen, Kamele und Gewänder im nahöstlichen Stil. Beide Traditionen sind gleichermaßen verbreitet, die Wahl ist reine Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass Stall und Figuren zusammenpassen, denn eine Tiroler Hütte mit Kamelen wirkt schnell unstimmig.
Vielerorts wird der Stall schon zu Beginn des Advents aufgebaut und bleibt zunächst leer, damit die Vorfreude wächst. Maria und Josef wandern in den Wochen davor symbolisch näher heran, das Christkind kommt traditionell erst am Heiligen Abend in die Krippe. Die Hirten stoßen in den Tagen danach dazu, die Heiligen Drei Könige erreichen den Stall am 6. Januar. Abgebaut wird die Krippe je nach Region an Dreikönig oder erst am 2. Februar zu Mariä Lichtmess.
Wickle jede Figur einzeln in säurefreies Seidenpapier und verzichte auf Zeitungspapier, weil sich die Druckfarbe auf helle Oberflächen überträgt. Zeitungsdruck und Luftpolsterfolie direkt auf bemaltem Holz sind beides keine gute Idee, die Folie kann bei Wärme ankleben. Lagere die Kiste trocken und temperaturstabil, also eher im Schrank als auf dem Dachboden oder im Keller, denn Feuchtigkeit lässt Holz arbeiten und Stoffgewänder schimmeln. Moos, Stroh und Naturmaterialien tauschst du besser jedes Jahr aus, statt sie eingelagert wieder zu verwenden.