Streaming ist bequem, aber es hat einen Haken. Alben verschwinden aus Katalogen, Playlists ersetzen das bewusste Durchhören, und was dir gehört, gehört dir eigentlich nicht. Wer eine CD-Sammlung besitzt, hat all das nicht, und ein guter Player holt aus diesen Silberscheiben deutlich mehr heraus, als die meisten Menschen ihnen zutrauen.
Das Angebot ist übersichtlicher als früher, aber vielfältiger als erwartet. Klassische CD-Player im HiFi-Format konzentrieren sich auf sauberes Auslesen und hochwertige Digital-Analog-Wandlung. CD-Receiver kombinieren Laufwerk und Verstärker in einem Gehäuse und sparen Platz. Netzwerkplayer und Streamer spielen zusätzlich von Festplatte, NAS oder aus dem Internet und binden Dienste wie Spotify oder Tidal ein. SACD- und Hi-Res-Player unterstützen hochauflösende Formate jenseits der CD-Norm, und portable Audio-Player bringen verlustfreie Musik in guter Qualität mit nach draußen.
Technisch entscheidet vor allem der eingebaute Wandler über den Klang. Gute Geräte nennen den verwendeten DAC-Chip und unterstützen Abtastraten deutlich oberhalb der CD-Norm von 44,1 Kilohertz. Ein digitaler Ausgang per Koax oder optisch ist praktisch, wenn du später einen externen Wandler nutzen willst. Achte auf die Laufruhe des Laufwerks, denn ein leises Gerät stört bei ruhiger Musik nicht, sowie auf die unterstützten Dateiformate bei Wiedergabe von USB.
Die Preise beginnen bei kompakten Playern und CD-Receivern für den Alltag, steigen in der Mittelklasse mit besseren Wandlern und stabileren Laufwerken und erreichen im oberen Segment aufwendig entkoppelte Laufwerke und hochwertige Analogstufen.
Sieh dir die Modelle an, vergleiche die Preise und gib deiner Musiksammlung wieder einen festen Platz.
Eine CD liefert unkomprimierte Daten in 16 Bit und 44,1 Kilohertz, während viele Streamingdienste in der Standardeinstellung komprimiert übertragen. Bei den verlustfreien Tarifen von Tidal, Qobuz, Apple Music oder Amazon ist der Unterschied zur CD dagegen technisch minimal bis nicht vorhanden. In der Praxis entscheidet häufiger die Qualität des Abspielgeräts und des Masterings als das Medium selbst. Der größte Vorteil der CD bleibt, dass sie dir dauerhaft gehört.
Ein DAC wandelt das digitale Signal in ein analoges um, das dein Verstärker weiterverarbeiten kann, und jeder Player hat einen eingebaut. Ein externer Wandler lohnt sich vor allem dann, wenn du mehrere digitale Quellen wie Fernseher, Computer und Streamer über ein gutes Gerät bündeln willst. Bei günstigen Playern und Computern bringt er oft einen deutlich hörbaren Sprung, bei bereits hochwertigen Geräten fällt der Unterschied klein aus. Achte darauf, dass dein Player einen digitalen Ausgang besitzt.
Meist liegt es an der Laserlinse, auf der sich über die Jahre Staub und ein feiner Film ablagern. Eine spezielle Reinigungs-CD mit Bürstchen behebt das in vielen Fällen für wenige Euro. Auch verschmutzte oder verkratzte Discs sind eine häufige Ursache, hier hilft vorsichtiges Abwischen von innen nach außen mit einem weichen Tuch. Springt das Gerät bei allen Discs und trotz Reinigung, ist meist die Lasereinheit verschlissen.
Wenn der Player einen regelbaren Ausgang oder eine eigene Lautstärkeregelung besitzt, funktioniert das problemlos und du sparst dir einen Verstärker. Bei einem festen Line-Ausgang ohne Regelung läuft die Musik dagegen dauerhaft auf voller Lautstärke, was nicht praktikabel ist. In dem Fall brauchst du einen Vorverstärker oder Aktivlautsprecher mit eigener Regelung. Prüfe vorher, ob die Anschlüsse zusammenpassen, meist ist es Cinch auf Cinch oder Cinch auf Klinke.