Es gibt eine Lücke zwischen Smartphone und Notebook, und Tablets füllen sie erstaunlich gut. Zu groß für die Hosentasche, aber leicht genug für die Hand, sofort einsatzbereit ohne Hochfahren und mit Akkulaufzeiten, von denen Laptops träumen. Ob als Zeitungsersatz am Frühstückstisch, Skizzenblock im Meeting oder Filmbegleiter auf Reisen, sie erfüllen viele Rollen, ohne sich aufzudrängen.
Die Auswahl teilt sich in klar unterscheidbare Gruppen. Klassische Android-Tablets decken vom günstigen Einsteigergerät bis zum leistungsstarken Premiummodell alles ab und bieten die größte Preisspanne. iPads punkten mit langer Softwareunterstützung, starker Leistung und dem besten Angebot an für Tablets optimierten Apps. eBook-Reader sind eine eigene Welt für sich, denn ihre E-Ink-Displays spiegeln nicht, ermüden die Augen kaum und halten wochenlang mit einer Ladung durch. Dazu kommen Kindertablets mit robusten Hüllen und Jugendschutz sowie Tablets mit Tastaturhülle und Stift, die sich einem Notebook annähern.
Bei der Auswahl entscheidet vor allem der geplante Einsatz. Fürs Lesen von Büchern ist ein E-Ink-Reader jedem Tablet überlegen, weil kein hinterleuchteter Bildschirm blendet. Für Filme und Web zählen Displaygröße, Auflösung und Lautsprecher. Wer Notizen macht oder zeichnet, sollte auf aktive Stiftunterstützung mit Druckstufen achten. Der Speicher ist wichtig, denn viele günstige Tablets bieten wenig internen Platz, dafür aber einen microSD-Slot. Ein Blick auf die zugesagte Update-Dauer lohnt sich, da sie zwischen Herstellern stark schwankt.
Preislich sind einfache Tablets und eBook-Reader erschwinglich, die Mittelklasse bietet gute Displays und solide Leistung, und Premiummodelle mit Stift und Tastatur bilden das obere Ende.
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Für Mails, Web, Dokumente lesen, Videokonferenzen und Medien reicht ein gutes Tablet mit Tastaturhülle vielen Menschen tatsächlich aus. An Grenzen stößt es bei langen Texten, komplexer Tabellenarbeit, Dateiverwaltung und Fachsoftware, die es nur für Windows oder macOS gibt. Auch das Arbeiten mit vielen Fenstern nebeneinander bleibt umständlicher. Als Zweitgerät für unterwegs ist ein Tablet dagegen oft die angenehmere Wahl.
E-Ink-Displays arbeiten ohne Hintergrundbeleuchtung von hinten und wirken dadurch wie bedrucktes Papier, auch bei direkter Sonne. Sie ermüden die Augen bei langen Lesesitzungen deutlich weniger als hinterleuchtete LCD-Bildschirme. Dazu kommt die Akkulaufzeit, die statt in Stunden in Wochen gemessen wird, und das geringe Gewicht von oft unter 200 Gramm. Der Nachteil ist die langsame Bildaktualisierung, weshalb sie sich nur zum Lesen eignen.
Für die meisten Nutzer reicht die WLAN-Version, weil das Tablet ohnehin überwiegend zu Hause oder im Büro genutzt wird und sich unterwegs über den Smartphone-Hotspot verbinden lässt. Eine Mobilfunkversion lohnt sich, wenn du regelmäßig im Auto, Zug oder auf Baustellen ohne WLAN arbeitest und die Verbindung zuverlässig stehen muss. Sie kostet einen Aufpreis und benötigt zusätzlich eine SIM-Karte mit Datentarif. Modelle mit eSIM vereinfachen das Buchen kurzfristiger Tarife.
Die Unterschiede sind erheblich und verdienen vor dem Kauf Aufmerksamkeit. Apple versorgt iPads typischerweise fünf bis sieben Jahre mit Systemupdates, einige Android-Hersteller versprechen inzwischen vier bis fünf Jahre, günstige Geräte oft nur zwei. Ein Tablet ohne Sicherheitsupdates sollte nicht mehr für Onlinebanking und sensible Konten genutzt werden. Die Update-Zusage steht meist auf der Produktseite des Herstellers.