Ein Taschenbuch wiegt rund 250 Gramm, ein Hardcover deutlich mehr, und im Urlaub summiert sich das schnell zu einem halben Koffer. Ein eBook-Reader wiegt weniger als das dünnste Taschenbuch und trägt trotzdem tausende Titel. Wer viel liest, merkt aber schnell, dass der eigentliche Reiz woanders liegt, nämlich im Display, das sich anfühlt wie Papier und die Augen nicht ermüdet.
Die Modelle unterscheiden sich in Größe und Ausstattung. Kompakte Reader mit sechs Zoll passen in jede Jackentasche und sind der klassische Einstieg. Sieben- und Achtzoll-Modelle bieten mehr Text pro Seite und eignen sich für Sachbücher und PDF. Große Reader ab zehn Zoll zeigen A4-Dokumente ohne Zoomen und werden oft mit Stift zum Notieren angeboten. Wasserdichte Modelle überstehen Badewanne und Strand. Reader mit einstellbarer Farbtemperatur wechseln abends von kaltem zu warmem Licht, was angenehmer für die Augen ist. Inzwischen gibt es auch Farb-E-Ink-Geräte für Comics und Sachbücher mit Abbildungen.
Bei der Auswahl zählen Details, die im Alltag den Unterschied machen. Eine Displayauflösung von 300 dpi lässt Schrift wirklich gedruckt wirken und ist heute Standard. Die Beleuchtung sollte gleichmäßig und dimmbar sein, denn sie strahlt von der Seite auf das Display statt in die Augen. Prüfe die unterstützten Formate, denn manche Geräte sind auf den Shop ihres Herstellers ausgerichtet, während offene Reader EPUB und PDF direkt lesen. Physische Umblättertasten sind Geschmackssache, aber viele Vielleser möchten sie nicht missen.
Preislich sind einfache Modelle günstig, die Mittelklasse bietet hohe Auflösung, Beleuchtung und Wasserschutz, und große oder Farbgeräte bilden das obere Ende.
Vergleiche die Modelle und Preise und nimm deine Bibliothek überall mit.
Die meisten offenen Geräte lesen EPUB, PDF, TXT und oft auch MOBI sowie Comic-Formate wie CBZ. Geräte, die eng an einen bestimmten Shop gebunden sind, arbeiten teils mit eigenen Formaten, unterstützen aber inzwischen ebenfalls EPUB. Bei kopiergeschützten Büchern kommt Adobe DRM ins Spiel, das eine einmalige Einrichtung mit einer kostenlosen Adobe-ID erfordert. Wer aus verschiedenen Shops kauft, sollte ein Gerät mit möglichst breiter Formatunterstützung wählen.
Ja, über Portale wie Onleihe stellen viele öffentliche Bibliotheken in Deutschland digitale Ausleihen bereit, meist mit gültigem Bibliotheksausweis. Die Bücher sind DRM-geschützt und werden nach der Leihfrist automatisch unlesbar, sodass keine Rückgabe nötig ist. Die Übertragung erfolgt entweder direkt über WLAN oder über den Rechner mit einer Verwaltungssoftware. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Wunschgerät die Onleihe unterstützt, denn nicht alle Reader tun das gleichermaßen komfortabel.
E-Ink verbraucht nur beim Umblättern Strom, weshalb die Angaben in Wochen statt Stunden erfolgen. Realistisch sind bei täglichem Lesen von etwa einer Stunde und mittlerer Beleuchtung drei bis sechs Wochen pro Ladung. Die Beleuchtung ist der größte Verbraucher, gefolgt von dauerhaft aktiviertem WLAN. Schalte beides ab, wenn du es nicht brauchst, dann verdoppelt sich die Laufzeit oft.
E-Ink-Displays reflektieren Umgebungslicht wie Papier, statt Licht direkt in die Augen zu strahlen, was von vielen Menschen als deutlich entspannter empfunden wird. Die seitliche Frontbeleuchtung moderner Reader leuchtet das Display an, nicht durch es hindurch. Dazu kommt, dass E-Ink nicht flimmert, was bei manchen LCD-Bildschirmen zu Ermüdung beiträgt. Für abendliches Lesen empfiehlt sich zusätzlich die warme Lichteinstellung.