Zwischen DVD und 4K liegt ein Format, das seit anderthalb Jahrzehnten das Rückgrat der meisten Filmsammlungen bildet. Die Blu-ray liefert Full HD mit einer Bitrate, die jeden Stream deutlich übertrifft, und der Katalog ist riesig, weil praktisch jeder Film der letzten zwanzig Jahre und sehr viele ältere Titel erschienen sind. Dazu kommt, dass die Preise inzwischen sehr attraktiv geworden sind.
Das Angebot ist entsprechend breit. Einzelfilme decken das gesamte Spektrum vom aktuellen Blockbuster bis zum restaurierten Klassiker ab. Serienboxen mit kompletten Staffeln sind oft günstiger als der Einzelkauf und nehmen im Regal weniger Platz ein als die entsprechenden DVD-Ausgaben. Filmreihen und Sammlungen bündeln mehrere Teile. Steelbooks, Mediabooks und limitierte Editionen sprechen Sammler an. Special Editions enthalten umfangreiches Zusatzmaterial wie Dokumentationen, Audiokommentare und geschnittene Szenen, das bei Streamingangeboten praktisch nie dabei ist.
Bei der Auswahl lohnt der Blick auf einige Punkte. Achte auf die enthaltenen Tonspuren und Untertitel, denn Importe enthalten nicht immer deutschen Ton. Der Regionalcode für Europa ist B, weshalb Scheiben aus den USA meist nicht laufen. Bei älteren Filmen ist die Qualität des verwendeten Masters entscheidend, denn frühe Blu-ray-Ausgaben stammen teils von schwachen Vorlagen und wurden später neu abgetastet. Prüfe bei Boxsets, ob alle Teile in derselben Qualität vorliegen.
Preislich sind ältere Titel und Serienboxen sehr günstig, aktuelle Filme liegen im Mittelfeld, und limitierte Sammlereditionen bilden das obere Ende.
Stöbere durch die Titel, vergleiche die Preise und erweitere deine Sammlung.
Technisch ja, denn eine Blu-ray überträgt Full HD mit bis zu 40 Megabit pro Sekunde, während Streamingdienste in der Regel deutlich darunter bleiben. Sichtbar wird der Unterschied vor allem bei dunklen Szenen, Bewegungen und feinen Strukturen, wo Kompression Artefakte erzeugt. Dazu kommt umfangreiches Bonusmaterial und die Sicherheit, dass der Film nicht aus einem Katalog verschwindet. Für gelegentliches Nebenbeischauen bleibt Streaming dagegen bequemer.
Das erfordert ein Blu-ray-Laufwerk und eine Abspielsoftware mit gültiger Lizenz, denn der Kopierschutz lässt sich nicht mit den üblichen kostenlosen Playern umgehen. Viele Laufwerke werden mit passender Software ausgeliefert. Bei Notebooks sind interne Blu-ray-Laufwerke selten geworden, externe USB-Laufwerke gibt es aber günstig. Für gelegentliches Schauen ist ein normaler Player am Fernseher meist die unkompliziertere Lösung.
Die Qualität hängt fast ausschließlich vom verwendeten Master ab, also davon, wie und wann der Film für die digitale Auswertung abgetastet wurde. Frühe Ausgaben aus den ersten Blu-ray-Jahren nutzten oft alte DVD-Master und sehen entsprechend mäßig aus. Spätere Neuauflagen mit restauriertem Master können denselben Film dramatisch besser darstellen. Achte deshalb auf Hinweise wie remastered oder restauriert und auf das Erscheinungsjahr der Edition.
Gepresste Scheiben aus industrieller Fertigung gelten als sehr langlebig und werden mit Haltbarkeiten von mehreren Jahrzehnten angegeben. Voraussetzung ist eine vernünftige Lagerung, also senkrecht, kühl, trocken und vor Sonne geschützt. Selbstgebrannte Rohlinge sind deutlich empfindlicher und können bereits nach wenigen Jahren Lesefehler zeigen. Die häufigste Schadensursache im Alltag bleiben Kratzer durch unachtsame Handhabung.