Fotos auf dem Handy, Dokumente auf dem Notebook, Filme auf einer externen Platte im Schrank. In den meisten Haushalten liegen Daten verstreut, ohne Sicherung und ohne Ordnung. Ein Netzwerkspeicher löst das, denn er stellt alles zentral für jedes Gerät bereit, sichert automatisch und läuft leise im Hintergrund, ohne dass ein Rechner an sein muss.
Die Bauformen richten sich nach Bedarf. Modelle mit einem Schacht sind der günstigste Einstieg für zentralen Speicher, bieten aber keine Ausfallsicherheit. Zwei-Schacht-Systeme sind der verbreitetste Kompromiss, weil sich die Platten spiegeln lassen und der Ausfall einer Platte verkraftet wird. Vier Schächte und mehr erlauben größere Verbünde mit besserer Platzausnutzung. Leistungsstärkere Modelle mit schnellerem Prozessor und mehr Arbeitsspeicher eignen sich für Medienserver mit Transkodierung, Virtualisierung und viele gleichzeitige Zugriffe. Kompakte Modelle mit reinen SSD-Schächten arbeiten lautlos.
Bei der Auswahl helfen einige Punkte. Achte darauf, ob die Festplatten im Lieferumfang enthalten sind, denn viele Gehäuse werden leer verkauft. Spezielle NAS-Festplatten sind für Dauerbetrieb ausgelegt und vibrationsfester als Desktop-Modelle. Die Software des Herstellers entscheidet über den Alltagskomfort, denn hier liegen Sicherungsfunktionen, Foto- und Medienverwaltung sowie der Fernzugriff. Ein Netzwerkanschluss mit Gigabit reicht meist, für viele parallele Zugriffe sind zwei Anschlüsse oder 2,5 Gigabit sinnvoll.
Preislich sind Ein- und Zwei-Schacht-Gehäuse erschwinglich, leistungsfähigere Modelle liegen im Mittelfeld, und Systeme mit vielen Schächten bilden das obere Ende, dazu kommen die Festplatten.
Vergleiche das Angebot und die Preise und bring deine Daten an einen sicheren Ort.
Nein, und das ist der häufigste Irrtum bei diesem Thema. Ein Plattenverbund schützt gegen den Ausfall einer einzelnen Festplatte, nicht aber gegen Diebstahl, Blitzschlag, Feuer, versehentliches Löschen oder Verschlüsselungstrojaner. Für echten Schutz brauchst du zusätzlich eine Kopie an einem anderen Ort, etwa auf einer externen Platte oder in einem Cloudspeicher. Die bewährte Regel lautet, drei Kopien auf zwei verschiedenen Medien mit einer außer Haus zu halten.
Spezielle NAS-Festplatten sind für Dauerbetrieb rund um die Uhr ausgelegt, vibrationsfester konstruiert und auf den Einsatz mehrerer Laufwerke nebeneinander abgestimmt. Normale Desktop-Platten funktionieren zwar, verschleißen im Dauerbetrieb aber schneller. Achte darauf, ob es sich um konventionelle Aufzeichnung handelt, denn die alternative SMR-Technik ist für Plattenverbünde schlecht geeignet und verlangsamt den Wiederaufbau erheblich. Kaufe Platten möglichst aus unterschiedlichen Chargen.
Ein Zwei-Schacht-System mit klassischen Festplatten liegt meist bei 15 bis 30 Watt im Betrieb und deutlich darunter im Ruhezustand, wenn die Platten schlafen. Die Geräusche stammen überwiegend von den Festplatten selbst und dem Lüfter, weshalb ein Aufstellort abseits des Schlafzimmers sinnvoll ist. Modelle mit SSDs arbeiten praktisch lautlos, sind aber pro Terabyte deutlich teurer. Viele Systeme lassen sich zeitgesteuert herunterfahren.
Alle gängigen Hersteller bieten dafür Apps und einen Zugangsdienst an, der die Verbindung ohne komplizierte Router-Konfiguration herstellt. Wichtig ist, dabei sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Anmeldung zu nutzen, denn ein von außen erreichbares Gerät ist ein lohnendes Ziel. Halte die Systemsoftware immer aktuell, weil Sicherheitslücken bei diesen Geräten regelmäßig ausgenutzt werden. Wer maximale Sicherheit möchte, nutzt stattdessen eine VPN-Verbindung ins Heimnetz.