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Interne Festplatten (HDD)

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Interne Festplatten: Viel Platz für kleines Geld

SSDs sind schneller, keine Frage. Aber wenn es um sehr große Datenmengen geht, ist die klassische Festplatte immer noch konkurrenzlos günstig. Eine Videosammlung, ein Fotoarchiv aus zwanzig Jahren oder das Sicherungsziel für mehrere Rechner kostet auf Magnetscheiben einen Bruchteil dessen, was dieselbe Kapazität als SSD verlangen würde.

Die Modelle unterscheiden sich nach Einsatzzweck. Desktop-Festplatten sind für den Betrieb im Rechner ausgelegt und decken den Alltagsbedarf ab. NAS-Festplatten sind für Dauerbetrieb rund um die Uhr konstruiert, vibrationsfester und für den Einsatz mehrerer Laufwerke nebeneinander optimiert. Überwachungsfestplatten sind auf permanentes Schreiben von Videodaten ausgelegt. Enterprise-Modelle bieten höhere Zuverlässigkeit und längere Garantie. Bei den Baugrößen dominiert 3,5 Zoll im Desktop, während 2,5 Zoll in Notebooks und externen Gehäusen steckt.

Bei der Auswahl lohnt der Blick auf einige technische Details. Die Drehzahl beeinflusst Tempo und Geräusch, wobei 7200 Umdrehungen schneller und 5400 leiser und sparsamer sind. Der Cache-Speicher glättet Zugriffe. Wichtig ist die Aufzeichnungstechnik, denn Platten mit überlappenden Spuren, kurz SMR, sind beim Schreiben großer Datenmengen und in Plattenverbünden deutlich langsamer als konventionelle CMR-Modelle. Die Angabe steht nicht immer prominent im Datenblatt, ist aber recherchierbar und für NAS-Einsatz entscheidend.

Preislich sind Festplatten pro Terabyte die günstigste Speicherform, wobei sehr große Kapazitäten und spezialisierte NAS- oder Enterprise-Modelle darüber liegen.

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Festplatten: Gut zu wissen

Bei CMR liegen die Datenspuren nebeneinander, bei SMR überlappen sie sich wie Dachziegel, was mehr Kapazität auf gleicher Fläche ermöglicht. Der Nachteil ist, dass beim Überschreiben benachbarte Spuren mitgeschrieben werden müssen, was das Schreiben großer Datenmengen stark verlangsamt. Für einfache Archivierung ist SMR unproblematisch, in NAS-Verbünden führt es beim Wiederaufbau zu extremen Laufzeiten. Achte bei NAS-Einsatz gezielt auf CMR.

Platten mit 7200 Umdrehungen sind spürbar schneller bei Zugriffen und Transfers, dafür lauter und wärmer. Modelle mit 5400 Umdrehungen arbeiten leiser, verbrauchen weniger Strom und reichen für Archive, Medienspeicher und Sicherungen völlig aus. Da das System ohnehin auf einer SSD liegen sollte, ist die Drehzahl der Datenplatte selten kritisch. Für Videoschnitt direkt von der Platte ist die schnellere Variante besser.

Typische Warnzeichen sind ungewöhnliche Klick- oder Schleifgeräusche, plötzlich sehr langsame Zugriffe, verschwundene Dateien und Fehlermeldungen beim Kopieren. Die SMART-Werte der Platte lassen sich mit kostenlosen Programmen auslesen und zeigen etwa wiederzugewiesene Sektoren an, die ein deutliches Warnsignal sind. Sichere bei solchen Anzeichen sofort alle wichtigen Daten, bevor du weiter diagnostizierst. Eine Platte kann auch ohne jede Vorwarnung ausfallen.

Bei einem Desktop-Rechner ist das mit wenig Aufwand möglich, denn die Platte wird in einen Schacht geschraubt oder eingerastet und mit einem SATA-Datenkabel sowie einem Stromanschluss verbunden. Trenne den Rechner vorher vom Strom und entlade dich an einem geerdeten Metallteil. Anschließend muss die Platte im Betriebssystem initialisiert und formatiert werden, bevor sie erscheint. Bei Notebooks ist der Zugang je nach Modell einfach oder aufwendig.