Xiaomi hat sich einen Ruf dafür erarbeitet, Ausstattungsmerkmale in Preisklassen zu bringen, in denen man sie sonst nicht findet. Große Akkus, sehr schnelles Laden, helle Displays mit hoher Bildwiederholrate und ordentliche Kameras finden sich häufig schon in der Mittelklasse. Für preisbewusste Käufer, die trotzdem nicht auf moderne Technik verzichten wollen, ist das ein starkes Argument.
Die Modellreihen sind gestaffelt. Die Redmi-Serie deckt Einstieg und untere Mittelklasse ab und bietet oft sehr viel Gegenwert. Die Poco-Modelle zielen auf Leistung pro Euro und sprechen technikaffine Käufer und Spieler an. Die Xiaomi-Hauptserie bildet die Oberklasse mit aufwendigen Kameras, teils in Zusammenarbeit mit bekannten Optikherstellern, hochwertigen Materialien und Spitzenprozessoren. Dazu kommen Tablets, Wearables und ein umfangreiches Ökosystem an vernetzten Haushaltsgeräten, die sich über dieselbe App steuern lassen.
Bei der Auswahl lohnt der Blick auf einige Punkte. Die Update-Zusagen haben sich in den letzten Jahren verbessert, unterscheiden sich aber deutlich zwischen den Serien, weshalb ein Blick auf die konkrete Angabe wichtig ist. Die Benutzeroberfläche ist stärker angepasst als reines Android und enthält je nach Modell vorinstallierte Anwendungen, die sich meist entfernen lassen. Prüfe, ob es sich um eine offizielle europäische Version handelt, denn Importgeräte können abweichende Software und eingeschränkte Garantie haben.
Preislich sind Redmi-Modelle sehr günstig, Poco- und mittlere Modelle liegen im Mittelfeld, und die Hauptserie bildet das obere Ende.
Vergleiche die Modelle und Preise und finde ein Gerät mit viel Ausstattung für dein Budget.
Redmi steht für Einstieg und Mittelklasse mit Fokus auf ausgewogene Ausstattung zum günstigen Preis. Poco setzt den Schwerpunkt auf Rechenleistung und Displayqualität pro Euro und spart dafür an anderen Stellen wie Kamera oder Materialien. Die Xiaomi-Hauptserie ist die Oberklasse mit den besten Kameras und hochwertigsten Gehäusen. Alle nutzen dieselbe Softwarebasis, unterscheiden sich aber in der zugesagten Update-Dauer.
Geräte aus dem asiatischen Markt haben teils eine andere Softwareversion mit abweichenden Diensten und unterstützen nicht alle europäischen Mobilfunkfrequenzen, was zu schlechterem Empfang führen kann. Auch die Herstellergarantie greift bei Importgeräten oft nicht oder nur eingeschränkt. Achte deshalb auf die Bezeichnung als europäische oder globale Version. Der Preisvorteil wiegt die möglichen Nachteile selten auf.
Die Benutzeroberfläche bringt eine Reihe eigener Anwendungen und teils Werbeeinblendungen in Systemapps mit, was manche Nutzer als störend empfinden. Die meisten dieser Apps lassen sich deinstallieren, und Werbung in Systembereichen kann in den Einstellungen abgeschaltet werden. Nimm dir nach der Einrichtung ein paar Minuten, um beides durchzugehen. Danach unterscheidet sich die Nutzung kaum von anderen Android-Geräten.
Sehr schnelles Laden ist ein Markenzeichen, mit Leistungen, die bei manchen Modellen weit über dem Marktdurchschnitt liegen und den Akku in unter dreißig Minuten füllen. Beachte, dass dafür das mitgelieferte oder ein kompatibles Netzteil nötig ist, weil die Technik herstellerspezifisch ist. Sehr hohe Ladeleistungen erzeugen mehr Wärme, was Akkus langfristig stärker belastet. Für die Nacht ist eine langsamere Ladeoption schonender.